Yoga für Lebensmutige

Denkst du manchmal, dass das Leben wirklich anstrengend sein kann? Dass es unmöglich ist, immer glücklich zu sein? Das der Alltagstrott und unspezifische Unzufriedenheit dein Leben mühevoll und schwer machen?

Beständig glücklich zu sein und das Leben immer als leicht zu empfinden, ist wahrscheinlich wirklich nicht möglich. Ein Leben in Zufriedenheit und Freude ist aber auch nicht für privilegierte Sonnenschein-Menschen reserviert – Niemand hat es nur leicht im Leben!

Lebensfreude, Lebensmut und Tatendrang tragen wir alle, als Schlüssel zu einem erfüllten, glücklichen und zufriedenen Leben in uns. Wenn wir Zugang zu diesem Schlüssel haben, ermöglicht uns das, unseren Weg, so wie er ist und mit all den Hürden im Alltag, den Trennungen, der Trauer und den Abschieden, mit all dem physischen und emotionalen Schmerz, dennoch lebensmutig weiter zu gehen.

Lebensmut bedeutet, trotz all der Hindernisse nicht aufzugeben und das Geschenk Leben immer wieder dankbar anzunehmen. Warum? Wozu das Alles? Weil das Leben wundervoll ist!

Wenn das Wunderbare daran und der Sinn des Lebens nicht spürbar ist, ist es höchste Zeit nach innen zu blicken. Gerade dann, wenn der Sturm tobt, wenn wir uns von den scheinbar unüberwindbaren Sorgenbergen erdrückt fühlen, ist der beste Zeitpunkt dafür, unsere innere Stimme zu hören, die da leise flüstert „das kann doch nicht alles gewesen sein?“.

Wenn wir schon Alles getan haben, um unser Lebensglück im Außen zu finden und immer wieder gescheitert sind – an unseren eigenen Erwartungen, an Erfüllung durch Erfolg, Geld oder Partnerschaft, ist es an der Zeit, sich dem zuzuwenden, was immer wieder versucht, zu unserem Bewusstsein durchzudringen: durch Beziehungs-, Sinn- und Lebenskrisen, durch Krankheiten und Erschöpfungen. Wie viel müssen wir durchmachen, damit wir uns selbst hören und unsere tiefsten Bedürfnisse anerkennen? Wie viele Aufforderungen durch schwierige Situationen brauchen wir, um endlich uns selbst und unserer inneren Stimme, unserer Intuition zu vertrauen?

Es führt kein Weg daran vorbei, endlich inne zu halten, uns umzudrehen und es zu wagen, nach Innen zu schauen und uns selbst entgegen zu treten.

Es ist einfacher als du denkst. Yoga, Achtsamkeit, Meditation – alles so große Worte, die dich vielleicht ehrfüchtig abgeschreckt davon abhalten, auch nur daran zu denken! Dabei ist das Alles nicht mehr als Werkzeug, das jeder mühelos erlernen kann. Einzig nötig ist die Bereitschaft dazu, ausnahmslos sich selbst zu widmen und uneingeschränkt mal sich selbst wichtiger zu nehmen als alles Andere. Ist es nicht eigentlich erstaunlich, wie schwer es uns fällt, aufmerksam und wertschätzend mit uns selbst zu sein? Wir erwarten es aber so schnell von Anderen!

Mit Yoga und Meditation ist es auf wunderbar entspannte Art möglich, dir selbst das zu schenken, wonach du dich am meistens sehnst: Aufmerksamkeit und Liebe. Warum ich weiß, dass du dich danach am Meisten sehnst? Weil es in unserer Natur liegt, dass jeder Mensch sich am allermeisten danach sehnt zu lieben und selbst gesehen und geliebt zu werden. 

Yin Yoga ist für Lebensmutige. 

Hier kratzen wir nicht an der Oberfläche, wir gehen in eine tiefe Begegnung mit uns selbst. Während einer Yin Yoga Praxis haben wir Gelegenheit ruhiger zu werden, uns selbst näher zu kommen und zu begegnen.

Während einer Yogahaltung haben wir die Chance unseren Körper und unsere Seele wirklich und aus ganzem Herzen zu bewohnen und uns mit den unterschiedlichen Gefühlen und Emotionen anzufreunden, die für so lange Zeit verborgen waren.

Mit Yin Yoga reinigst und lüftest du dein Zuhause in dem du Türen und Fenster öffnest und frische Luft und Licht in diese vergessenen Räume deines Körpers bringst. – was für eine Befreiung! 

Yin Positionen werden vor allem sitzend oder liegend ausgeführt, wobei in sicheren Körperhaltungen Raum zwischen den Knochen, Muskeln und Gelenken und auch Raum für die Organe geschaffen wird.

Heute zeige ich dir, wie du mit Yin Yoga
deine Leber-Energie stärken kannst.

Über deinen Leber-Meridian unterstützt du z.B. dein Feingefühl und das Haushalten mit deinen Kräften (z.B. während eines Arbeitstages). Über deinen Leber-Meridian stärkst du unter Anderem außerdem deine Gelassenheit im Umgang mit Aggressionen, Ärger, Zorn, Frustration oder Eifersucht. Eine harmonisch ausgeglichene Leber-Energie, ermöglicht sanfte Gleichmäßigkeit, Ausdauer und Beharrlichkeit, in allem, was wir tun.

Libelle/Dragonfly

Setze dich mit gegrätschen Beinen auf den Boden. Wenn du weißt, dass der Druck vom Boden sich schnell unangenehm anfühlt, lege gleich noch eine Decke unter deinen Körper. Zusätzlich kannst du auch deine Kniekehlen mit einer gerollten Decke unterstützen oder die Knie anwinkeln. Wenn du magst, setze dich auf ein Kissen – passe alles so für dich an, wie du es Hier und Heute brauchst – Hilfsmittel wie Kissen und Blöcke sind dabei sehr willkommen.

Komm nun langsam in die Körperhaltung hinein, in dem du mit deinem Oberkörper nach vorne wanderst und deine Hände zwischen deinen Beinen am Boden ablegst.

Finde deine Position und sei dir bewusst, dass du sie immer wieder verändern kannst. Du kannst tiefer gehen, wenn du das Bedürfnis hast oder das brauchst, um überhaupt Veränderung wahrzunehmen.

Die Wirbelsäule soll dabei gebeugt werden.

Ob du dich nur mit den Händen abstützt und leicht nach vorne gebeugt bist, oder deinen Körper ganz nach vorne ablegen musst, hängt sehr vom jeweiligen Körpertyp ab – bitte nimm es völlig wertfrei so, wie es heute ist!

Schließe deine Augen. Atme so ruhig und tief wie möglich, während du mit deinem Leber Kontakt aufnimmst. Wie fühlt sich das an? Nimm Alles wahr, was spürbar wird. Völlig ohne zu werten! Beobachte und finde alles interessant, was es hier zu entdecken gibt. Wenn du in einem Köperbereich viel Spannung wahrnimmst, entscheide, ob es noch ein „süßer Schmerz“ ist, den du gerne aushältst, weil du merkst, dass dadurch Veränderung stattfinden kann – oder, ob es Schmerz ist, der dir Schaden könnte (dann verändere oder beende die Haltung!)

Halte die Position für mind. 3-5 min – während dieser Zeit kannst du die Körperhaltung immer wieder verändern und anpassen, so dass du jederzeit das Beste für dich herausholst. Falls du länger bleiben möchtest, kannst du auch 7-10 min bleiben.

Respektiere deine persönlichen Grenzen – fordere, jedoch überfordere dich nicht.

Gib dir Zeit, dich auf deine innere Ruhe und Stille einzulassen und diese zu geniessen, während du deine Gefühle, Emotionen und Gedanken und auch die eigenen Widerstände registrierst und dabei beobachtest, wie sie kommen und gehen.

Lass‘ dir Zeit. Atme und gib nach. Lass‘ los. Dort, wo im Körper besonders viel Spannung steckt: stelle dir vor, wie du die Schokolade (deine Faszien) zum Schmelzen bringst, einfach in dem du bleibst, vertraust und atmest.

So erlebst du die Phasen der Veränderung!

Geh‘ bitte achtsam aus dieser Körperhaltung, spür‘ im Sitzen oder im Liegen nach und
mach dir bewusst, was sich verändert hat.

Was ich für dich tun kann

Du wünscht dir, dass Alles in dir wieder am richtigen Platz ist?

Du willst dich spüren und mit deinem ganzen Wesen den Raum einnehmen, dem du zugehörst?

Du möchtest zwischen all dem Schaffen und Können so gerne mal öfter einfach nur SEIN? Du sehnst dich danach zu entspannen, abzuschalten, loszulassen und Kraft zu tanken?

Ich unterstütze dich dabei, aus dir heraus, wieder in deine eigene Kraft zu kommen, damit du deine Präsenz, deine Einzigartigkeit erlebst und das nach Außen trägst, was am Wichtigsten ist: deine wahre Identität:

  • Lebe intensiv und koste dein Leben aus, ohne perfekt zu sein und sei dabei vollkommen.
  • So wie du bist und mit all deiner Leidenschaft, Freude, Begeisterung und Einzigartigkeit!
  • Erkenne deinen Wert, in dem du damit aufhörst, dich mit Anderen zu vergleichen.
  • Fühle dich zufriedener, weil du verstehst, dass du umsonst auf das „perfekte“ Leben wartest.
  • Erkenne, dass du keine Zeit mehr mit zweifeln, vergleichen und warten verschwenden willst!



Ich bin gespannt auf deine Gedanken dazu. Wenn du Lust hast, teile deine Meinung und deine Erfahrungen mit mir in den Kommentaren, ich freue mich darauf, von dir zu lesen!

Du spürst, dass du mit mir arbeiten willst? Falls du in Klosterneuburg bei Wien oder Nähe Tulln lebst, klicke hier: meine Yoga-Kurse.

Wenn du mein online-Angebot nutzen möchtest, klicke hier: Fantastic Yoga Life Project für Wohlfühl-Zeit mit dir selbst.

Du willst mich & meinen „Spirit of Yoga“ kennenlernen?

Hol dir im
deinen kostenfreien Plaudertermin, damit wir sehen, ob wir auf einer Wellenlänge schwimmen.

Ich freue mich auf DICH!

Herzrebellische Grüße,
Unterschrift - Andrea Schmoll

Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
4 Kommentare
5. Januar 2017, von Helga Burian-Ruf

Liebe Andrea,
wunderschönes neues Jahr und vielen Dank für den schönen Artikel und die tolle Übung! Meine Erfahrung ist, dass es tatsächlich unglaublich entspannend ist, sich ganz auf sich selbst einzulassen – ohne Bewertung. Das sind einige Minuten wenigstens am Tag, die man sich unbedingt nur für sich nehmen sollte, weil dann ist wieder Kraft für den Alltag da. Die Übung ist wunderbar und auch mit meiner für kurze Zeit ausgefallenen Hand durchführbar ;-). Freu mich schon auf die nächste Yogastunde im neuen Jahr mit dir – ein Highlight der kommenden Woche! – Alles Liebe, Helga

13. Januar 2017, von Andrea Schmoll

Liebe Helga,
das wünsche ich auch dir & es freut mich sehr, dass du diese Übung auch mit deiner Hand, die noch heilen muss, machen kannst!!! Ich freue mich auch, auf ganz viel gemeinsames Yoga im Neuen Jahr 🙂

21. Dezember 2016, von Eva

Hallo liebe Andrea,
ich habe diese Übung für die Leber 3 Minuten lang gemacht.
Da ich ein starkes Ziehen in den Schenkel Innenseiten gespürt habe, habe ich dann die Beine etwas mehr zusammen gegeben, damit ich auch im Rücken etwas spüre.
Stimmt das so?
Ich dachte, weil ja die Leber eher im Rücken zu erspüren ist?
Liebe Grüße
Eva

22. Dezember 2016, von Andrea Schmoll

Liebe Eva, danke für diese gute Frage! Genau dort, wo du das Ziehen an den Innenseiten deiner Oberschenkel spürst, befindet sich der Leber-Meridian und ist bei dieser Übung hier zu spüren. Je weniger du in der sitzenden Grätsche spürst, um so mehr, musst du deinen Oberkörper nach vorne bringen. Die Beine musst du nur dann näher zusammen bringen, falls das Ziehen an den Innenseiten kein „süßer Schmerz“ mehr ist, sondern wirklich schmerzhaft ist und du ganz klar merkst, dass es dir mehr schadet, als gut tut! Du kannst deine Arme oder deine Stirn (falls du so weit nach vorne gehen musst), auch auf einem großen Kissen ablegen. Die Wirbelsäule soll dabei (wie in jeder Yin Yoga Haltung) gebeugt sein. Wir nehmen bei jeder Yin Yoga Haltung auch andere Medidiane mit, der Fokus liegt hier aber klar bei der Leber-Energie. Viel Freude beim weiter üben! Alles Liebe, Andrea

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