Was Yoga dir im Alltag bringt

Wenn wir Yoga als Fitness-Tool verwenden, um unseren Körper von einem bis zum anderen Mal, auf der Matte zu kräftigen und zu dehnen und um für den Moment den Geist ruhiger werden zu lassen, ist das fein. Wir können aber noch soviel mehr daraus ziehen. Für einen bewussteren, intensiver erlebten Alltag!

Vielleicht fühlst du dich oft getrieben und sehnst dich einerseits nach innerer Ruhe und Zufriedenheit, denkst aber gleichzeitig, dass du eben gerade deshalb für Yoga zu unruhig bist? Dabei kann es gerade dann ein wahrer Schatz für dich sein, auch außerhalb einer Yogastunde, im täglichen Leben.

Es geht nicht darum, dass es sofort „funktioniert“. Viel mehr geht es darum loszulassen, um freier und klarer zu werden, ohne sich dabei zu stressen. Wenn du ohne jeden Druck übst, lernst du, wie du deine Erwartungshaltungen nach und nach ablegen und dich für das öffnen kannst, was gerade wirklich wichtig ist in deinem Leben. Damit du auch in deinem Alltag Schritt für Schritt weitergehst, fokussiert, aber entspannt.

Wahrscheinlich kannst du dir dennoch wenig darunter vorstellen, wie Yoga dich auch im Alltag unterstützen soll, daher stelle ich hier ein paar Vergleiche an:

Yoga versus Alltag

 4 Inspirationen, wie du Bewusstsein & Achtsamkeit
von der Yogamatte mit in deinen Alltag nimmst!

Yoga / Mühsame Yoga-Körperhaltung
Wenn du in einer Körperhaltung verweilst, die sowieso schon nicht zu deinen Lieblings-Asanas gehört und merkst, dass du es kaum noch aushältst drin zu bleiben, ist das eine prima Gelegenheit dich selbst zu testen und zu fragen: „Ist das jetzt wirklich mein Körper, der nicht mehr kann?“ Wenn das der Fall ist, geh raus! „Oder sind es meine Gedanken, die sich einmischen und es mir schwer machen?“ Sehr oft ist es Zweiteres! Sobald dir das bewusst ist, fällt es leichter, das Gesicht zu entspannen, die Körperhaltung nicht ganz so ernst zu nehmen (was wir häufig und völlig sinnloser Weise tun!) und noch für ein paar Atemzüge aus ganzem Herzen da zu sein und sich auf Alles einzulassen, was tatsächlich möglich ist!

Alltag / Du steckst im Stau
Wenn du dich so richtig ärgerst und vielleicht schon ahnst, dass du zu spät kommen wirst, beobachte deine Gedanken und stelle dir Fragen: „Was von meinen Gedanken ist mir jetzt in dieser Situation, hier mitten im Stau, wirklich dienlich?“ „Wie geht’s mir damit?“ „Wie möchte ich jetzt hier in meinem Auto sitzen, wenn es weder vor noch zurück geht?“ „Hilft es mir weiter, wenn ich jetzt stöhne, jammere, fluche und verzweifle?“ Ich geb’s zu, im Stau zu stehen, stellt unsere Nerven hart auf die Probe. Aber vielleicht gelingt es dir das nächste Mal, ein paar Mal tief durch zu atmen und mit dem Aktzeptieren des Staus, zusätzlichen Stress rauszunehmen – nach dem Motto: es ist, wie es ist.

Yoga / Selbstvergleich mit anderen Yogis (z.B. Beweglichkeit)
Während einer Yogastunde immer wieder zu Anderen auf die Matte zu schauen, die es scheinbar „besser“ machen, ist komplett kontra-produktiv und führt zu Nichts. Weil du damit  gar nicht wirklich mitbekommst, wie sich die Körperhaltung anfühlt und was du dabei für dich rausholen kannst. Jeder Körper ist anders gebaut, du wirst eine Asana niemals genauso machen, wie jemand Anderes. Wenn du dich vergleichst, bist du nur so halb dabei und versäumst es, mit allen Sinnen, in jedem Moment und mit jedem Atemzug, das Beste zu erleben, was es gibt: Jetzt Hier zu sein, sich selbst so richtig zu spüren und die eigene Präsenz und Einzigartigkeit wirklich zu erleben.

Alltag / Du bemängelst und vergleichst dein Aussehen
Du darfst dich fragen: „Will ich wirklich jemand Anderes sein und so aussehen wie XY?“, „Welche Konsequenzen hätte das?“ Du kannst deine Zeit besser nutzen: statt vergleichen und zweifeln, lerne dich selbst besser kennen und hol dein Bestes zum Vorschein, lass dein Strahlen alle Äußerlichkeiten nebensächlich werden. Entscheide: „Mich gibt es auf diesem Planeten nur ein einziges Mal! Für mich passt es so, wie es ist. Wenn ich in diesem Körper stecke, wird das einen Grund haben. Dann will ich auch mit meinem Körper klarkommen. Ich habe meinen eigenen Stil.“

Yoga / Grübeln während einer Körperhaltung
Klar, wenn du während einer Asana im Geiste die Einkaufsliste schreibst oder sonstige To Do’s durchgehst, wird der Erholungswert aus dieser Stunde auch nur halb so groß sein. Jedesmal, wenn du dich dabei ertappst, atme tief durch und bleibe für einen aufmerksamen Moment wieder ganz hier in deinem Körper, auf der Matte, Jetzt. Weil du es nur dann erleben kannst, wenn es stattfindet, nicht erst, wenn’s bereits vorbei ist!

Alltag / 3 Dinge auf einmal
Eine Freundin, dein Partner oder auch dein Kind, erzählt dir Etwas, aber du hörst nur halb hin, weil du in Gedanken ganz woanders und auch gerade beschäftigt bist. Es ist nicht weiter schlimm, wir kennen das. In der Häufigkeit macht es aber ganz viel mit uns. Es entzweit uns, bringt uns auseinander, nimmt uns die Verbindung zueinander, weil die Wertschätzung fehlt und die Kommunikation zwischen uns zu einer Nebensache macht.

Es hilft, wenn wir eins nach dem Anderen machen, Multi Tasking funktioniert sowieso nicht. Wir können sagen: „Bitte warte einen Moment, ich muß das unbedingt noch erledigen/durchdenken, etc. – danach hast du meine ungeteilte Aufmerksamkeit!“ Ich teste das schon seit Monaten an meinem Kind und meinem Partner und in unserer Familie war es schon lange nicht mehr so harmonisch wie derzeit ;). Bestimmt auch mit Kollegen möglich!

Yoga / Du konzentrierst dich in einer Körperhaltung
Wenn du mit angespanntem Kiefer und gerunzelter Stirn verbissen in einer Balance-Haltung stehst, darfst du dich fragen: „Wie wäre es, wenn mir diese Asana jetzt auch noch Freude machen würde?“ Mach dir bewusst, dass es deine Zeit ist, die du hier für dich und mit dir verbringst! Warum also nicht mit etwas Vergnügen statt Verbissenheit?

Alltag / Konzentration bei der Arbeit

Die Arbeit die zu tun ist, ist nun einmal zu tun, Punkt. Wenn du bemerkst, dass du dabei sehr angespannt bist und dir kaum Zeit zum Atmen nimmst: atme erstmal gut durch und lass‘ deine Schultern absinken. Entspanne für einen Moment dein Gesicht und deinen Nacken. Stelle dir die Frage, ob es möglich ist, mit etwas mehr Vergnügen bei der Sache zu sein und es dir, auch wenn es nicht deine Lieblings-Beschäftigung ist, so fein wie möglich zu gestalten. Gestatte dir zwischendurch immer wieder Entspannung und Durchatmen – ja, du bist bei der Arbeit, aber auch hier darf es leichter gehen!


Viel Spaß beim Bewusstmachen und Ausprobieren! Kennst du solche Momente, in denen du dich selbst dabei ertappst, wie unaufmerksam du bist oder wie kontraproduktiv du reagierst? Ich bin gespannt, was du dazu zu sagen hast. Wenn du Lust hast, teile deine Meinung und deine Erfahrungen mit mir in den Kommentaren, ich freue mich darauf, von dir zu lesen!

Du spürst, dass du mit mir arbeiten willst? Falls du in Klosterneuburg bei Wien oder Nähe Tulln lebst, komm‘ in einen meiner Yoga-Kurse.

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Ich freue mich auf DICH!

Herzrebellische Grüße,
Unterschrift - Andrea Schmoll

Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
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