Yin-Yoga

Yin Yoga verhilft uns zu einem flexiblen, gesunden Körper. Es erweckt einen wachen,
klaren Geist und die wieder freifließenden Emotionen ermöglichen uns, das eigene
Leben mutig und voller Freude tatsächlich und aus ganzem Herzen voll auszuschöpfen.

Während einer Yin Yoga Praxis haben wir Gelegenheit ruhiger zu werden, uns selbst
näher zu kommen und zu begegnen. In einer Yogahaltung haben wir die Chance uns
mit den unterschiedlichen Gefühlen und Emotionen anzufreunden, die für so lange Zeit
verborgen waren.

Yin Yoga bringt gleichermaßen Flexibilität und Stabilität in den Körper, die Emotionen und den Geist.

Yin &Yang im Yoga

Yin und Yang erkläre ich gerne an dem Beispiel Pandabär und Grizzly = Yin und Yangtypen:

Der Panda (Yin) neigt dazu, leicht aufzugeben und hat es gerne gemütlich. Der Grizzly (Yang) will durchzuhalten, kämpfen und tendiert dazu, über die eigenen Grenzen zu gehen. Wir alle haben Beides in uns, sind von unserer Konstitution grundsätzlich eher Panda oder Grizzly und leben auch phasenweise eher das Eine oder Andere. Hier brauchen wir Balance – der Panda etwas mehr Antrieb und Motivation, der Grizzly mehr Gelassenheit und Ruhe. Den Yang-Aspekt leben wir durch Arbeit, Familie und einen allgemein ’schnellen‘ Alltag sowieso. Unser Leben ist tendeziell mehr auf Yang ausgerichtet – es gibt immer Etwas zu schaffen, zu leisten und zu meistern. Wir wollen schneller, erfolgreicher und dynamischer sein und es geht immer so weiter. Leicht kann es da passieren, den Yin-Anteil zu vernachlässigen: die innere Ruhe, das Andocken an unsere ureigene Kraft und Energie und die eigene Intution.

Was genau ist Yin Yoga?

Yin Yoga ist eine sanfte und gleichermaßen kraftvolle Praxis, die mehr Raum schafft – auf physischer, energetischer und emotionaler Ebene – und uns dadurch gesund hält. Es bewirkt Flexibiliät, Stärke und Anmut – im Körper und auch in deiner Gefühls- und Gedankenwelt. In Yin Yoga fließt das Wissen aus der Traditionell Chinesischen Medizin in die ebenso alte Yogatradition ein: Chi oder Prana = unsere Lebensenergie, Meridiane oder Nadis. Diese Meridiane verlaufen innerhalb der Faszien, mit denen wir uns im Yin Yoga so intensiv beschäftigen.

Yin Yoga ist auch: die eigene Ruhe nähren, Geduld, Zeit lassen, rein hören, dem nachgehen, was der Körper braucht. Mal nichts können oder schaffen müssen und einfach SEIN!

Was sind Faszien?

Bindegewebe finden wir überall in unserem Körper: zusammengefasst nennen wir dieses Gewebe „Faszien“.

Jedes Gewebe, das über längere Zeit nicht auf gesunde Weise benutzt wird, wird krank, verkümmert, verklebt oder wird brüchig – das ist die Ursache für viele Wehwechen und Krankheiten.Faszien werden elastisch, in dem man sie unter Zug setzt, wartet und sich Zeit lässt. Das ist der Grund, warum wir im Yin Yoga länger in den einzelnen Körperhaltungen bleiben.

Wie sieht Yin Yoga in der Praxis aus?

Yin Positionen werden vor allem sitzend oder liegend ausgeführt.

Man geht langsam in die Körperhaltung hinein und passt sie so für sich an, wie man es Hier und Heute braucht – Hilfsmittel wie Kissen und Blöcke sind nicht nur möglich, sondern sehr willkommen.
Die Wirbelsäule soll dabei gebeugt werden.
Die Positionen werden für mind. 3-5 gehalten – während dieser Zeit kann man die Körperhaltung immer wieder verändern und anpassen, so dass man jederzeit das Beste für sich herausholt. Man respektiert die persönlichen Grenzen – man fordert, jedoch überfordert sich nicht.
Man lernt, sich auf die innere Ruhe und Stille einzulassen und diese zu geniessen, während man die Gefühle, Emotionen und Gedanken und auch die eigenen Widerstände registriert und dabei beobachtest, wie sie kommen und gehen. So erlebt man in einem meditativen die Phasen der Veränderung und sinkt in eine tiefe Entspannung.