Warum ich kein Yoga-Junkie bin und du dein eigener Guru sein solltest

Dieses Wort „Junkie“ – es ist total hip und wird für viele große Leidenschaften und Passionen verwendet – Adrenalin-Junkie, Schoko-Junkie, Spirit-Junkie, Internet-Junkie und eben auch Yoga-Junkie,…

Es klingt ja auch nach einem witzigen Wort, so lange man beiseite lässt, wofür es ursprünglich umgangssprachlich stand. Nämlich für von Drogen abhängige, krankhaft gezeichnete Süchtige.

Auf diesem Begriff will ich gar nicht weiter ‚rumreiten und ich hoffe du fühlst dich nicht  beleidigt, falls du das Wort gerne auch für eine deiner Leidenschaften verwendest! Bitte mach das ruhig weiter, es ist halt nur für mich nicht passend.

Warum ich also kein Yoga-Junkie bin und auch keiner sein will, obwohl ich doch als Yogalehrerin arbeite und einen großen Teil meines Lebens Yoga widme?

Es hat mir noch niemals in meinem Erwachsenen-Leben gut getan, von Etwas oder Jemandem abhängig zu sein. Es widerspricht meiner Natur, denn schon als kleines Mädchen war ich auffallend selbstständig. Ich wusste immer ganz genau, was ich wollte. Mit nicht mal sechzehn Jahren bin ich von zuhause ausgezogen und ich sage nicht, dass es das Beste für mich war. Aber das war ganz ursprünglich mein Antrieb, mein Motor: selbst zu entdecken und selbst Verantwortung zu übernehmen. 

Ab meinem 16. Lebensjahr musste ich starke Schmerzmittel nehmen und für
die Dauer von zehn Jahren, war ich davon abhängig. Das tägliche konsumieren von Marihuana war für mich ganz normal, weil es auch etwas gegen die Schmerzen half und cool zu sein schien – vor allem aber, weil der Gedanke, dass ich „ohne“ nicht zur Ruhe kommen könnte, fest in mir verankert war. Während dieser Zeit
war ich auch von der Aufmerksamkeit Anderer und dem Pflegen meiner
Opferrolle abhängig. Immer wieder hatte ich in jungen Jahren
Lebenspartner von denen ich mich abhängig fühlte. Auch das Gefühl von
einem Job abhängig zu sein, kannte ich. Auch Abhängigkeit von Lob und
Zuspruch war mir geläufig. Eine Freundin starb in sehr jungen Jahren als „echter“ Junkie.

Yoga ist für mich ein Geschenk. Als ich 15 war, bekam ich von einer älteren Bekannten ein Buch über traditionelles Yoga geschenkt. Damals faszinierten mich die Körper-Haltungen und ich fand auch die Philosophie dahinter interessant, aber ich kam gar nicht auf die Idee, mich näher damit zu beschäftigen. Mit 19 besuchte ich dann meinen ersten Yogakurs. In meiner Nähe gab es nichts und um hinzukommen, musste ich durch die halbe Stadt fahren. Heute hört sich das seltsam an, aber damals gab es in Wien, wo ich aufgewachsen bin, noch keine Yoga-Studios. Vereinzelt wurde es dort und da in eher privaten Räumlichkeiten angeboten. Amalia war eine wundervolle Lehrerin und ich besuchte ihre Klassen über einen längeren Zeitraum.

Das war damals Kundalini-Yoga und seitdem habe ich viele Stile ausprobiert und geübt. Ich habe „traditionelle“ und „moderne“ Ausbildungen absolviert. Unabhängig sein zu wollen, zeigt sich bei mir auch hier wieder: es gibt so viele Stile, so viele Richtungen – alles wunderbar und ich lasse von dort und da etwas in meinen Unterricht einfließen, bloß möchte ich mit „meinem“ Yoga in keine dieser Kategorien eingeteilt werden, ich will meine Möglichkeiten nicht einschränken und aus dem Vollen Schöpfen.

Yoga ist für mich kein Muss, ich fühle mich davon nicht abhängig. Es gibt mir Freiheit und die Ermächtigung, meinen Körper immer noch besser verstehen zu lernen und mich immer noch mehr mit mir selbst anzufreunden. Es hilft mir, zu spüren und zu erleben, was mich ausmacht und was in mir steckt. Immer wieder erfahre ich mit Yoga, dass mein Körper weiß, was er braucht und wie es sich anfühlt, wenn ich darauf höre und auch danach handle. Mit Yoga kann ich innehalten, meiner eigenen Stimme lauschen und jetzt mein Leben erleben. Es hilft mir, mich so anzunehmen, wie ich bin. Mich zu mögen, ob ich mich nun gerade kraftvoll oder schwach fühle, selbstbewusst oder schüchtern. Es hat mir gezeigt, dass glücklich oder traurig zu sein, beides gleichwertig ist, nichts davon besser oder schlechter und wert, es zu spüren und zu erleben. Wenn es mir nicht gut geht, hilft mir Yoga dabei herauszufinden, wo in meinem Körper physischer oder emotionaler Schmerz steckt. Es ist Zeit, die ich nur für mich und mit mir selbst verbringe.

Wenn ich mal ein oder auch mehrere Tage ohne Yoga-Übungen sein „muss“, weil meine Begeisterung vielleicht gerade woanders hingeht, ist das auch fein für mich – denn Yoga ist für mich mehr, als regelmäßig Asanas (Yoga-Körperhaltungen) zu üben. Es ist meine gesamte Lebenseinstellung, die mir Freiheit, selbstbestimmtes Denken und die Fähigkeit auf meinen Körper und meine Intution zu hören, geschenkt hat. Yoga hilft mir, immer mehr zu dem Verständnis für mich selbst zurück zu finden, das ich als Kind so wunderbar inne hatte.

Guru bedeutet spiritueller Lehrer: der Lehrer ist für den Schüler unentbehrlich für die Suche nach Wissen und den Weg zur Erlösung. Wirklich? Ist das so?

Sei dein eigener Guru – unabhängig und selbstbestimmt

  • Denn du weißt selbst am Besten, was du brauchst, damit es dir gut geht.
  • Hör‘ auf deine eigene Stimme – was tut dir gut?
  • Erkenne, was das ist!
  • Handle auch danach und lebe, was dir wirklich gut tut.
  • Stelle dir selbst Fragen und lass‘ nicht deinen Kopf, sondern dein Herz entscheiden.
  • Vertraue darauf, dass du alle Antworten, all das Wissen und alle Ressourcen, um dein Leben mit weiblicher Größe und Kraft zu leben, bereits in dir hast!

Deine innere Stimme wahrzunehmen, zu spüren was du brauchst und dem auch nachzugehen ist natürlich wunderbar. Bitte gerne üben!

Manchmal wollen wir Frauen aber auch einfach nur reden! Früher habe ich zu schwierig lösbaren Themen meinen verstorbenen Vater befragt (also kein Tischerl-Rücken oder so! Ich hab einfach so getan, als wäre er da, konnte seine Energie spüren, habe meine Frage gestellt und die Antwort war sogleich parat), aber seitdem seine
Energie mir während einer Familienaufstellung zu erkennen gab,
dass ich das jetzt doch bitte endlich sein lassen und mein Leben leben
solle, führe ich eben Selbstgespräche.

Rufe deine Intuition an

Nicht im spirituellen Sinne. Nimm tatsächlich deine Handy und führe eine Unterhaltung mit dir selbst. Solltest du das Handy dazu nicht brauchen, lass es. Das Handy könnte dich aber inspirieren und es macht damit Spaß, auch unterwegs ein Gespräch mit dir selbst zu führen. Fällt ja nicht weiter auf. Ich führe Gespräche mit mir selbst, wenn ich nicht weiter weiß, oder zu viele Möglichkeiten eine Entscheidungsfindung schwer machen.

Wie das aussehen soll? Ich schnappe mir mein Handy und spreche hinein: „Also, hör zu, heute geht es um Folgendes: ich habe zwar gesagt, dass ich keine zusätzliche Abend-Yogaklasse mehr annehmen will, aber jetzt ist diese Möglichkeit aufgetaucht, blablabla. Wie soll ich mich entscheiden?“ Paff! Mein erster Gedanke, die erste Antwort die mir dazu einschießt ist meine intuitive Wahl.

Probier’s aus, ich wünsche dir viel Spaß dabei!

Wenn du dir keinen Guru, aber eine inspirierende Begleitung an deine Seite wünscht, arbeite mit mir: Ich
weiß du bist einzigartig und ich traue dir Alles zu. Ich motiviere dich
dazu, das alles auch wieder selbst zu wissen, dein Herz zu spüren,
deine eigene Stimme zu hören und danach zu handeln was du Jetzt und Hier
wirklich brauchst. Damit du erkennst, was wichtig ist und dass du dich
immer bewusst entscheiden kannst.

Wähle hier DEIN Fantastic Yoga Life Project für Wohlfühl-Zeit mit dir selbst – es gibt 3 davon & sie kommen alle aus dem Herzen!

Ich gehe darauf ein, was du JETZT gerade WIRKLICH brauchst und unterstütze dich dabei, wie du das auch umsetzen und leben kannst. Wir bleiben zwischen deinen Terminen verbunden: über Videos, Audios & weitere, herrliche Inspirationen.

Du willst mich & meinen „Spirit of Yoga“ erstmal kennenlernen? Hol dir im
deine kostenlose 30min Yoga-Session!

Ich freue mich auf DICH!

Herzrebellische Grüße,
Unterschrift - Andrea Schmoll
Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
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