Vertraue DEINER Wahrheit

Heute geht es hier um eine sehr persönliche Erfahrung, die ich aktuell gemacht habe. Das Schreiben hilft mir zu verarbeiten und heilt mich auch. Diese Zeilen möchte ich mit dir teilen, weil es so wichtig ist, dass du weißt, dass du dir selbst immer vertrauen kannst! Niemand weiß besser über dich und deinen Körper, deine Seele, dein ICH Bescheid, als du selbst. Hör‘ niemals auf, darauf zu vertrauen!

Wenn dich wieder einmal Etwas oder Jemand in deinen Überzeugungen erschüttert, so wie mich neulich, mach dir so schnell als möglich bewusst, was du tief in deinem Inneren mit absoluter Klarheit und Gewissheit weißt. Wenn noch nicht Alles dazu völlig klar ist, ist das auch in Ordnung – dann mach‘ dir aber mit dir selbst aus, dass dir dazu dennoch Niemand Etwas einzureden vermag – du brauchst einfach noch ein bißchen, mußt dich zu Nichts entscheiden und lässt dich nicht drängen. Du darfst deiner eigenen Wahrheit immer vertrauen! Es gibt nicht DIE Wahrheit. Vertraue immer auf dein Wissen, das du tief in dir trägst!

Die vergangene Woche war eine Herausforderung für mich. In diesem Sommer habe ich beschlossen, wegen der Pollen- und Gräserallergie, die mich seit meiner Kindheit belastet, über den Winter mit einer Desensibilierungs-Therapie zu starten. Es war eine große Sache für mich, den Entschluß dazu überhaupt zu fassen, die Überlegung dazu, trage ich schon seit Jahren mit mir herum. Da all meine Versuche in Richtung Homöopathie und Ähnlichem hier bis jetzt leider nicht gefruchtet haben, habe ich mich zu dieser 3-jährigen Therapie entschlossen.

Abgesehen von dieser lästigen Allergie bin ich, seitdem ich Yoga lebe, so selten krank, weshalb mich „mein Hausarzt“ des Dorfes, in dem ich nun seit bereits 3 Jahren lebe, nun also das erste Mal zu Gesicht bekommen hat, als ich vor 3 Wochen wegen einer Überweisung zum Allergiezentrum bei ihm war. 

Abschließend zu unserem Erstgespräch wurde ich von ihm noch gefragt, ob ich Medikamente einnehme, oder ob es eine Krankenvorgeschichte gibt. Ich versicherte ihm lächelnd, dass ich vollkommen gesund sei.

Auf dem Weg nach Hause, spürte ich große Freude in mir: ich hab’s gesagt! Ich hab klar und deutlich ausgesprochen, dass ich gesund bin! Es war nicht das erste Mal, dass ich das so formuliert habe, zu einem Arzt hatte ich es zuvor aber noch nie gesagt. Das war für mich wesentlich, denn es machte mir selbst mit einem Mal bewusst, dass ich es nun wirklich verinnerlicht habe, dass ich gesund bin. (Anm.: in meiner Jugend war ich 10 Jahre lang sehr krank). Die Tage darauf fühlte ich mich besonders leicht, lebendig und fröhlich.

Um an dieser Allergie-Therapie teilnehmen zu können, benötigt das Allergiezentrum eine Freigabe vom Lungenfacharzt. Vergangenen Freitag war ich zu einem Lungenfunktionstest und einem Lungenröntgen bei der hiesigen Ärztin:

Der Test ist wirklich anstrengend für mich. Man muß dabei durch ein Mundstück und eine Maschine, über den Mund ein- und ausatmen. Für mich fühlt sich das immer sehr beklemmend und unnatürlich an. Die Ärztin macht im Anschluß ein Lungenröntgen und prüft diesen Test. Sie erklärt mir in einem Monolog und ohne mich Etwas zu fragen, dass sie mir mit nur 78% Lungenfunktion, voläufig keine Freigabe zur Allergie-Therapie erteilen kann – sie sagt, es birgt das Risiko einer chronischen Asthma-Erkrankung. Außerdem möchte sie mittels eines Bluttests herausfinden, ob es auch eine Lebensmittel-Allergie gibt. In mir wallt ein Widerwille gegen Ärzte im Allgemeinen und gegen dieses Gefühl, dass ich nicht mehr als 5min Zeit zur Verfügung habe, auf: „So lasse ich nicht mehr mit mir umgehen. Mir ist bewusst, dass Kassen-Ärzte überlastet sind. Dennoch bin ich jetzt da und es geht gerade um mich, um keine Prozente.“

Obwohl ich merke, dass die Zeit drängt, erzähle ich in aller Ruhe, was mir wichtig erscheint. Interessanter Weise wird die Ärztin nun freundlicher und persönlicher und gewinnt mein Vertrauen in ihre Kompetenz, als sie sich die Zeit nimmt, mich auch noch kinesiologisch auszutesten. Bei ihr komme ich nicht umhin, meine Krankengeschichte zu erzählen, weil sie meine Narben sieht, sie möchte wissen, wie die Krankheit heißt und wann ich operiert wurde und will zum nächsten Termin den letzten Befund sehen. Als ich ihr erzähle, dass ich niemals operiert worden bin, die Narben von Gewebe-Biopsien stammen und ich auf anderen Wegen gesund wurde, ist sie verblüfft, weil sie auf dem Röntgen keinen Tumor erkennen kann. Die Praxis verlasse ich mit einem Rezept für einen Cortison-Pulverinhalator, um meine Bronchien zu weiten – bis zum neuerlichen Termin in 4 Wochen.  

Sobald ich im Auto saß, fühlte ich mich elend. Bewertet mit Nicht Genügend. Da waren so viele Emotionen und Gefühle, dass ich einfach nur nachhause wollte. Ich fühlte mich so überrumpelt! Da wollte ich doch nur eine Freigabe zu dieser Therapie und war nun plötzlich wieder mit altem Zeug konfrontiert. Zum Glück hatte mein Mann an diesem Tag frei und konnte mich schluchzend entgegen nehmen. Es war so gut, dass er da war, aber ich konnte ihm gar nicht gleich erzählen, warum ich eigentlich so aufgewühlt war. Ich war froh, dass das Wochenende vor der Tür stand und ich mir dadurch für mich und meine Emotionen besser Zeit nehmen konnte. Den Befund aus dem Jahre 2005 rauszusuchen kostete mich einige Überwindung, all die Arztbriefe aus dieser lang vergangenen Zeit zu sehen, auch.

Ich nutzte das Wochenende dazu, mich dem, was da hochgekommen war, hinzugeben. Es fühlte sich fast so an, als wäre ich unangenehm betrunken, mir tat Alles weh, inklusive meinem rechten Schulterblatt, wo der Tumor damals war. Ich weinte viel, verdaute und hatte meine Lieben um mich. Ich meditierte täglich vor dem Schlafen gehen und transformierte meine aufwallenden Gefühle, Emotionen, alte Ängste.

Ich sortierte meine verwirrten Gedanken & transformierte sie
auch gleich in Hilfreiches:

Jetzt kann ich die Allergie-Therapie nicht machen!
Obwohl ich keine Hausstauballergie habe (welch ein Glück!), ist meine Nase morgens oft verstopft, auch an Tagen ohne Pollen- und Gräserbelastung – vielleicht ändert sich das, wenn ich weiß, auf welche Lebensmittel ich reagiere und die dann nicht mehr esse.

Ich habe so Vieles überstanden, Diagnosen und Prophezeiungen konnten mich nicht davon abhalten, gesund zu werden – und jetzt katapultiert mich dieser eine Arztbesuch gefühlsmäßig 20 Jahre zurück!
Das bin nicht ICH, ich durfte mich längst verändern und transformieren. Das sind alte Gefühle und Muster, die noch in meinem Körper abgespeichert sind. Ich darf sein, wer ich Heute bin!

Noch vor einer Woche hab ich ausgesprochen, dass ich vollkommen gesund bin und jetzt das!
Ich bin ja vollkommen gesund! Mein Körper erinnert sich gerade nur an Abgespeichertes aus der Vergangenheit und braucht noch ein bißchen, um diese Transformation zu verinnerlichen.

Ich konnte bei dem Lungenfunktionstest kaum atmen.

Kein Wunder! Mit Yoga habe ich gelernt, zum Atmen immer die Nase zu benutzen, weil der Mund dabei nur austrocknet. So viele Jahre habe ich gelernt und geübt, so ruhig und so tief wie möglich, über die Nase ein- und auszuatmen und mittlerweile ist das für mich wirklich gut möglich!

Nur 78% Lungenfunktion und nur 3 Liter Volumen, statt der „optimalen“ 4 Liter!
Wenn ich atme, während ich sitze, liege, gehe, schlafe, spreche, lache, küsse, lese, schreibe, weite Wanderungen unternehme oder skifahren gehe, lange Strecken schwimme oder Yoga-Asanas übe – dann sind das immer MEINE 100%!!!


Was bin ich nur für eine Yogalehrerin, mit so wenig Lungenvolumen!

Ich habe zu Yoga gefunden, weil ich nicht gesund war und dafür bin ich unendlich dankbar!

Cortison muß ich jetzt auch noch nehmen, das ist doch Gift!
Ich entscheide mich dafür, dass Cortison heilend für mich ist und ich nehme es in dem Vertrauen, dass es mich jetzt unterstützt.

Die Ärztin kann beim Röntgen keinen Tumor erkennen. Ist er jetzt ganz verschwunden? Soll ich das überprüfen? Will ich das wissen? Was würde es ändern?
Wer drängt mich dazu, eine Antwort zu wissen? Ich weiß es jetzt noch nicht und das ist ok so. Ich vertraue meinem Bauchgefühl und darauf, dass ich einen Impuls bekomme, sollte ich das noch einmal überprüfen wollen – und dann wird es stimmig für mich sein.


Fazit:
dieses Erlebnis war, wie Alles was so passiert, wichtig für mich. Ich weiß, dass ich gesund bin. Ich bin gesund und hab‘, wieder einmal, gelernt, dass ich nur meiner eigenen Wahrheit vertrauen darf.

Jetzt kann ich wieder klarer sehen und auch, wenn ich noch nicht weiß, ob ich die Allergie-Therapie beginnen werde und jetzt erstmal Cortison nehmen muß. Ob ich mich neuerlich nach nun bereits 11 Jahren zu meinem damaligen Onkologen wage, weiß ich auch noch nicht. Vielleicht brauche ich diese Bestätigung, vielleicht nicht. Das Alles muß ich jetzt auch nicht wissen, ich lasse mir erstmal Zeit, mein Bauchgefühl gibt mir dann schon Bescheid, wenn es so weit ist.

Du kannst das auch!

Dein innerer Dialog:
So stellst du dir selbst Fragen und erhältst Antworten,
 um DEINE Wahrheit zu erfahren:

  • Setz‘ dich bequem hin, so, dass du ruhig und tief atmen kannst und schließe deine Augen.
  • Atme über die Nase ein und aus und lenke deine Aufmerksamkeit vom Außen langsam nach Innen, zu dir selbst.
  • Nimm ganz Kontakt auf mit dir selbst. Lass‘ dir Zeit zu spüren und zu atmen und ganz anzukommen.
  • Mach‘ dir bewusst, dass du dir Jetzt Zeit für dich selbst nimmst und dass es eine feine Sache ist, das zu tun.
  • Atme dann mal gut durch!
  • Lass‘ nun nach und nach deine Themen, Fragen, Unklarheiten aufpoppen.
  • Stell‘ ein Thema in den Raum und warte auf deine Antworten, Impulse oder Bilder.
  • Wenn etwas „aufpoppt“, überlege nicht, ob das gut genug ist, oder ob da nicht vielleicht noch etwas Besseres kommt – du kannst dir und deiner Weisheit vertrauen!
  • Nimm Alles wahr, was spürbar wird: alle Gefühle, Emotionen oder auch Körperspannungen, dürfen sein.
  • Du darfst Alles zulassen und laufen lassen – bleibe dir dabei immer bewusst, dass du Jetzt hier sitzt und atmest. Du bist nicht in einer vergangenen Situation, du bist im Hier und Jetzt.
  • Wenn du deine Antworten erhalten hast, atme noch einmal gut durch, öffne langsam deine Augen und komm‘ wieder ganz zurück.
  • Spür‘ einen Moment nach und schreib‘ deine Antworten auf, wenn du magst.

Viel Freude beim inneren Dialog, mit ein wenig Übung, wird es dir sehr bald hilfreich sein!

Gerne kannst du deine Gedanken dazu in den Kommentaren mit mir teilen, ich freue mich darauf, von dir zu lesen!


Du spürst, dass du mit mir arbeiten willst? Falls du in Klosterneuburg bei Wien oder Nähe Tulln lebst, komm‘ in einen meiner Yoga-Kurse.

Wenn du mein online-Angebot nutzen möchtest, wähle hier DEIN Fantastic Yoga Life Project für Wohlfühl-Zeit mit dir selbst – es gibt 3 davon & sie kommen alle aus dem Herzen!

Du willst mich & meinen „Spirit of Yoga“ erstmal kennenlernen?
Hol dir im
deinen kostenlosen Plaudertermin, damit wir sehen, ob wir auf einer Welle schwimmen.

Ich freue mich auf DICH!

Herzrebellische Grüße,
Unterschrift - Andrea Schmoll

Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
6 Kommentare
5. Oktober 2016, von Helga

Liebe Andrea,
danke für deinen wunderschönen Artikel und dein Teilen mit uns! Bin ebenso berührt (wie immer) von deinen Worten und wünsche dir, dass du weiterhin so wunderbar deiner inneren Stimme folgst. Ich kenne das nur allzu gut, glaube aber mittlerweile ebenfalls meiner inneren Stimme mehr als den meisten Ärzten ;-). Alles Liebe, du tolle Herzrebellin und bis bald,
Helga

5. Oktober 2016, von Andrea Schmoll

Danke liebe Helga! Ja, so fein, daß immer mehr Menschen selbstbestimmt leben und schön, daß du dazu gehörst! Bis bald, Andrea

30. September 2016, von Susanne

Liebe Andrea,
Ich habe deine Erfahrung bei der Ärtzin mit großer Aufmerksamkeit gelesen ! Ich kenne das nur zu gut ! Ich mag auch keine Ärzte ! Sie betrachten nur ihre Werte und nicht den Menschen , der vor ihnen sitzt ! Manchmal tun nur die Ärzte auch Leid , da sie nichts anders wissen , als ihre Sachen auszuwerten !! Ich war bei einem Gastrolgen , der hat die ganze Zeit nur geredet und geredet und auf sein Monitor geschaut ! Danach bin ich nie wieder zu ihm hin ! Gott sei dank hat er nichts gefunden ! Aber mein Bauch schrie die ganze Zeit , was soll ich hier !!!
Schade , dass die Hömopathie nicht geholfen hat ! Ich hatte auch eine Allergie und mir hat die Hömopathie geholfen !
Ich wünsche dir viel Erfolg und weiterhin viel Intuition , das Richtige für dich zu finden !
Viele Grüße Susanne

30. September 2016, von Andrea Schmoll

Liebe Susanne, ja leider kennen wir Alle solche Erfahrungen mit Ärzten. Aber es gibt auch sehr gute, empathische Mediziner, die auf ihre Patienten eingehen – man muß sie nur finden und vor Allem bei sich bleiben – auch ein Arzt ist nur ein Mensch, wir aber kennen uns selbst schon ein ganzes Leben ;). Ich werde meine Allergie schon noch transformieren, ganz bestimmt!

Vielen Dank und Alles Liebe, Andrea

30. September 2016, von Andrea

Liebe Andrea,

vielen Dank für diesen tollen Artikel und deine Offenheit!!

Dieser Artikel und der Artikel zum Thema Loslassen haben mich sehr berührt, weil es zwei Themen sind, die mich im Moment auch sehr stark betreffen. Auch ich kann sehr schwer loslassen und lasse mich vom Außen verunsichern, obwohl ich der felsenfesten Meinung bin, für mich eine Entscheidung getroffen zu haben!

Irgendwie kommen deine Artikel jedenfalls immer zur rechten Zeit zu mir…. 🙂

Alles Liebe und Gute

Andrea

30. September 2016, von Andrea Schmoll

Liebe Andrea,
lieben Dank für dein wunderschönes Feedback!
Es freut mich sehr, dass dich meine Artikel berühren und für dich immer gerade passend sind 🙂

Alles Liebe einstweilen & bleib dran an deinem Vertrauen!

Kommentar verfassen