NEIN ist ein vollständiger Satz & ein JA zu DIR – Yoga unterstützt dich dabei


NEIN ist ein vollständiger Satz. – Latham Thomas.

Man kann sich ja viel vormachen, warum man sich gerade nicht so gut fühlt und wenn es dann auch noch im April plötzlich schneit, nachdem wir bereits über 20 Grad geniessen durften, ist schnell das Wetter für das eigene Unwohlsein zuständig. Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, weiß ich, dass es gerade so heftig ab geht in mir, weil wieder mal Veränderungen anstehen.

Veränderungen sind an sich nichts, wovor ich mich fürchte, ich begrüße sie dann und wann sogar. Das doofe an den Veränderungen ist halt, dass sie sich nicht lange ankündigen. Wenn’s sein soll, dann will es Jetzt und dafür muß man (in dem Fall ich) halt auch erst mal bereit sein – vor allem bereit dazu, loszulassen – in meinem Fall für mich nicht mehr stimmige Verhaltensmuster innerhalb der Familie.

Hier war ich gefordert klar und deutlich NEIN zu sagen, um meinen eigenen Raum zu wahren. Denn logisch und auch intuitiv wusste ich, dass dies die einzig richtige Antwort ist.

Es ist nicht leicht, einem geliebten Menschen NEIN zu sagen,

aber es ist die liebevollste Antwort die du geben kannst,

wenn du kein klares JA über deine Lippen bringst. Denn kein klares ja, ist definitiv ein klares nein.

Auch wenn es nervt und das Leben scheinbar mühsamer macht: schön langsam freunde ich mich mit dem Gedanken an, dass es niemals vorbei sein wird – das Loslassen, Veränderungen und auch Nein zu sagen, ist definitiv immer und immer wieder notwendig, um weiter zu gehen. Aktuell beschäftigt mich ein Familienthema, das ich nur allzu gerne unter dem Titel „nicht meine Baustelle“ abhaken und ablegen würde. Leider läuft das Leben so nicht. Weiß ich doch nur zu gut, dass mein Leben untrennbar mit Allem zu tun hat und ganz wesentlich natürlich mit den eigenen Familienmitgliedern.

Bei mir persönlich hat es einerseits mit dieser Familiensituation zu tun und darüber hinaus auch mit meiner derzeitigen persönlichen Entwicklung. Immer mehr gelange ich beruflich und damit auch persönlich dorthin, wo ich mich wohl fühle und sein möchte. Dennoch macht es manchmal Angst und das völllig unbewusst, denn ich fühle keine Angst, viel eher ist es das Gefühl, groß zu werden und nicht mehr dorthin zurück zu können, wo ich mir 1000 Ausreden erschaffen konnte, um ja nicht gesehen zu werden. Obwohl ich diesen Lebensabschnitt schon lange hinter mir gelassen habe, gibt es Zeiten, in denen das Leben mich scheinbar auf die Probe stellt und austestet, ob ich auch tatsächlich auf meinem Weg bleibe und weiterhin JA zu mir selbst sage.

Das ist es, was wir immer tun können, auch wenn es scheint, als ob wir tatenlos zusehen müssten – wir können Ja zu uns selbst sagen und damit uns selbst helfen, jede Situation bestmöglich zu meistern.

Kennst du das auch? Vielleicht glaubst du auch manchmal, dass Etwas nicht geht, dass du Erwünschtes nicht tun kannst oder dass du gefangen bist in dem Strudel deines Alltags. Wenn du dich schwer und traurig fühlst, hat das oft mit einer natürlichen Entwicklung und Neuerung zu tun, die schon in deinem Leben anklopft, die du aber noch nicht sehen kannst oder willst und deshalb weiter an dem alten, schon nicht mehr geliebten oder für dich gesunden Zustand festhältst. Das ist völlig normal und verständlich, weil das vertraute dir Sicherheit gibt, selbst dann, wenn es dir schon nicht mehr gut tut und davon abhält wieder einen wichtigen und naturgemäß selbstverständlichen Schritt weiter zu gehen.

Ja zu dir selbst zu sagen impliziert unausweichlich auch Nein zu sagen, wenn es dich von einem Ja zu dir abbringen würde. Fällt es dir auch manchmal leichter Nein zu dir selbst zu sagen, als zu Jemandem? Total verdreht! Du bist doch die Hauptperson in deinem Leben, der Mensch, um den du selbst dich am allerbesten kümmern kannst und vor allem: niemand sieht, hört, schmeckt oder fühlt deine Gefühle und Bedürfnisse! Es ist sozusagen deine Pflicht, Ja zu dir selbst zu sagen. 

Was dir dabei helfen kann? Am Allerbesten hilft es, Zeit für dich selbst zu nehmen und zwar echte Qualitätszeit. Auch gerade dann, wenn du über Tage oder Wochen in einer wichtigen Veränderung und anderen schwierigen Situation steckst, ist es umso wichtiger, dir Zeit mit dir selbst einzuräumen. Diese Zeit planst du, wie jeden anderen wichtigen Termin und du hältst diese Termine auch ein. Ob du nun, je nach Bedürfnis, Ruhe nährendes Yin Yoga praktizierst oder motivierendes, aktives Yoga übst oder ob du dich hinsetzt und meditierst oder einfach „nur“ atmest – all das unterstützt dich am Allermeisten! Sogar noch mehr, als die wunderbaren, aufbauenden und kraftspendenen Gespräche mit deinen lieben Freundinnen! (die du hier positiv mit einbauen kannst);


Die folgenden Übungen können dich kraftvoll dabei unterstützen Ja zu dir selbst zu sagen und in den richtigen Situationen Nein zu sagen:

Wertschätze dich selbst und Andere werden dich wertschätzen.

Schließe die Augen und lass dich im Sitzen schwer nach unten sinken. Nimm nach und nach deinen Körper wahr, deine Fülle, aber auch deine Hülle, deine Haut, deine Energie, dein Pulsieren und Atmen. Höre dir selbst beim Ein- und Ausatmen zu und spüre deine ganze eigene Präsenz und Wichtigkeit. Nimm‘ dich wahr und zwar mit Allem, was du mitbringst und was dich ausmacht. Lass‘ deine Liebe für dich selbst fliessen. Denke: ich bin wichtig, ich bin wertvoll und es ist wunderbar, dass es mich gibt!

Sollten sich negative Gedanken oder Meinungen zu dir selbst einschleichen, tauscht du sie sofort gegen einen deiner positiven Aspekt aus! 

Wenn dir diese Übung schwer fällt, stelle dir vor, wie wertschätzend du im Besten Fall einem Gegenüber begegnen würdest: deinem Kind oder deinem Partner.

Nimm‘ dir danach einen Moment Zeit nachzuspüren ohne zu analysieren.

Gib dir die Erlaubnis zu fühlen.

Wir sind super dabei, unsere Gefühle rational zu erklären und gleich danach abzuhaken. Damit ist das Thema aber nicht vom Tisch und es wird sich daher in deinem Körper, aber auch in deinen Emotionen und in deiner Gedankenwelt niederlassen und manifestieren.

Beobachte das nächste Mal, wie du dich tatsächlich fühlst, wenn es dir, aus welchem Grund auch immer, nicht gut geht. Finde dann Worte für dieses Gefühl, dass sich in dir breit gemacht hat, stelle fest, wo im Körper es spürbar wird und beschreibe das Gefühl so bildhaft wie möglich (ein Kneuel, Knoten, Wirrwarr, welche Farbe, Größe, Dichte,…).

Schiebe das Gefühl diesmal nicht weg, sondern spüre es 90 Sekunden lang ganz bewusst. Bleibe diese 90 Sek. beim Wahrnehmen dieses Gefühls und schau mutig hin. Beobachte die Veränderungen des Gefühls und spüre nach den 90 Sek. ein paar Atemzüge lang nach.

halbe Sattelhaltung – Yin Yoga Haltung
zur Stärkung deiner Magen-Energie und deinem Ja zu dir selbst

Setze dich im Langsitz auf den Boden und winkle dein rechtes Bein so nach außen ab, dass deine rechte Ferse an deiner rechten Hüfte liegt. Je nach Körpertyp liegt dein Fuß mit etwas Abstand neben deiner Hüfte. Nun achte darauf, ob es so angenehm ist oder ob du dich auf einen Polster setzen willst. Wenn du möchtest, kannst du bei deinem ausgestreckten Bein eine gerollte Decke unter die Kniekehle legen.

Stütze dich nun mit deinen Händen nach hinten ab und lehne dich etwas nach hinten. Wenn du hier deinen rechten Oberschenkel bereits deutlich spürst, bleibe da und atme über die Nase ein und aus. Für Personen mit weniger Körperspannung wird mehr nötig sein: in diesem Fall kannst du dich auf deine Unterarme ablegen oder dich auch ganz nach hinten auf den Rücken legen – achtsam und liebevoll!

Lass‘ dich nach und nach auf diese Körperhaltung ein, entspanne bewusst deine Schultern, deinen Nacken, deine Stirn und dein Kiefer.

Schließe deine Augen. Atme so ruhig und tief wie möglich, während du mit deiner Magen-Energie Kontakt aufnimmst. Wie fühlt sich das an? Nimm Alles wahr, was spürbar wird. Völlig ohne zu werten! Beobachte und finde alles interessant, was es hier zu entdecken gibt.

Wenn du dich in dieser Haltung unsicher fühlst, denke oder visualisiere folgende Worte: „Vertrauen“ oder „ich vertraue“ und „Loslassen oder „ich lasse los“.

Du wirst schnell merken, was das bewirkt und um wie viel Leichter du in Kontakt mit der Wirkung dieser Asana kommst: du vertraust und schaffst es dadurch loszulassen, dich hinzugeben und den ganzen Nutzen, die ganze Essenz für dich auszuschöpfen.

Halte die Position für mind. 3-5 min – während dieser Zeit kannst du die Körperhaltung immer wieder verändern und anpassen, so dass du jederzeit das Beste für dich herausholst.

Respektiere deine persönlichen Grenzen – fordere, jedoch überfordere dich nicht.

Vergiss nicht die zweite Seite!


Wie geht es dir damit, Nein zu sagen?

Teile gerne deine Meinung und deine Erfahrungen zu diesem Thema mit mir in den Kommentaren, ich freue mich darauf, von dir zu lesen!


Wenn du mit mir arbeiten willst gibt es mehrere Möglichkeiten:

Falls du in Klosterneuburg bei Wien oder Nähe Tulln lebst, komme gern in einen meiner Kurse – klicke hier: Kurse & Workshops.

Wenn du mein online-Angebot nutzen möchtest (Pakete und Einzel-Termine), klicke hier: Online Yoga Project für Wohlfühl-Zeit mit dir selbst.

Du willst mich & meinen „Spirit of Yoga“ kennenlernen?

Hol dir im
deinen kostenfreien Plaudertermin, damit wir sehen, ob wir auf einer Wellenlänge schwimmen.

Ich freue mich auf DICH!

Herzens-Grüße,
Unterschrift - Andrea Schmoll

Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
0 Kommentare
Kommentar verfassen