Mudras – voll spirituell

„Macht man das eigentlich nur, um voll spirituell auszusehen?“ das wurde ich schon mal gefragt, wenn ich im Yoga-Unterricht meine Handflächen z.B. in Anjali Mudra vor dem Herzen hielt. „Natürlich nicht!“ ist meine klare Antwort. Aber was genau dann?

Mudra bedeutet Siegel, Zeichen. Wörtlich bedeutet mud „Freude“ und ra „geben“. Mudras sind also Gesten oder Körperhaltungen, die Freude geben. Wir verwenden Mudras auch im Alltag, wie z.B. die Geste „Daumen hoch“.

So wie unsere Gestik und Körpersprache unsere Stimmungen und Gedanken ausdrücken, beeinflussen bestimmte Gesten auch unsere Stimmung und wirken auf den Geist. Mudras werden im Yoga verwendet, um die Energien in gewisse Körperregionen zu lenken, dort zirkulieren zu lassen oder zu halten und zu speichern, um damit über den physischen Körper eine Wirkung auf das Bewusstsein auszuüben.

Es gibt verschiedenste Mudras, unter Anderem Mudras mit dem ganzen Körper und Finger-Mudras.

Du kannst die Wirkung eines Mudras unmittelbar wahrnehmen und spüren. Wenn du beginnst dich damit zu beschäftigen, wirst du verstehen, was ich meine.

Ich erzähle dir hier von meiner persönlichen Erfahrung mit Anjali Mudra (Gebetshaltung).

Für mich ist Anjali Mudra ein Weg zu mir selbst. Ich liebe die Veränderung, die unmittelbar passiert, wenn ich meine Hände zum Brustbein hebe, mein Herz fühle und spüre, wie die Energie durch den Körper pulsiert. Ich nehme meine ganze Präsenz bewusst wahr und verbinde mich bis in die kleinste Faser mit meinem Körper. Ich bin ganz, in allen Gegensätzen. Fest in mir verankert. So trete ich meinen Mitmenschen offen und anerkennend gegenüber. Bevor ich meine Hände löse, neige ich immer mein Kinn und berühre mit den Lippen meine Fingerspitzen. Das tue ich intuitiv, weil diese Mudra Dankbarkeit in mir auslöst und ein Bedürfnis nach Demut hervorruft – und weil es für mich ein schöner Abschluss ist!

Hier eine Anleitung für dich, wie du Anjali Mudra üben kannst:

Anjali Mudra ist wohl die bekannteste aller Mudras. Es ist ein demutsvoller Gruß an dich selbst und das Universelle und ebenso die Geste der inneren Sammlung und Konzentration. Sie vereint alle Gegensätze (Yin und Yang, männlich und weiblich, Sonne und Mond, aktiv und passiv, rational und emotional…) und löst diese auf. Letztlich ist diese Mudra auch die Namaste-Geste. Namas bedeutet “Verehrung” und Namaste kann man übersetzen mit: „Das Göttliche in mir, verneigt sich vor dem Göttlichen in dir.”

Das bringt’s:

  • Diese Mudra hilft dir dabei innere Ruhe und Balance zu finden.
  • Es vereint und zentriert all deine Anteile.
  • Es eröffnet und erleichtert dir ein Ankommen im Jetzt.
  • Anjali Mudra fördert deine Achtsamkeit.

So geht’s:

  • Lege deine Handflächen vor deinem Herzen aneinander (als Symbol der Vereinigung der Gegensätze).
  • Lasse deine Arme und Schultern entspannt.
  • Atme anfangs so ruhig und tief wie möglich und lass dich dann langsam auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung ein.
  • Nimm deine eigene Präsenz im Hier und Jetzt wahr.
  • Genieße es, mit deiner Herzens-Energie in Kontakt zu kommen.

Übe Anjali Mudra, wenn du dich sammeln und zentrieren möchtest. Lass dir Zeit dabei hinein zu spüren, zu horchen und wahrzunehmen, was diese Mudra für dich bewirkt.

Passende Affirmationen für diese Geste der Achtsamkeit könnten sein:

  • Voller Dankbarkeit lasse ich Alles zu, was das Leben für mich bereit hält.
  • Ich möchte JETZT aus ganzem Herzen leben!

Vielleicht möchtest du auch in dich hineinhorchen und deine eigene Affirmation dazu entdecken – jedenfalls wünsche ich dir viel Freude beim Üben 🙂


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Ich freue mich auf DICH!

Herzrebellische Grüße,

Unterschrift - Andrea Schmoll
Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
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