Hab viel Freude! Mit Yoga & dem Leben.

Es ist wirklich bemerkenswert, aber nicht überraschend, dass Yogaübende in einem Kurs sogar bei der simplen Frage, wie sie ihre Stunde beginnen möchten (im Sitzen oder im Liegen), herumschauen was die Anderen machen und dann häufig danach entscheiden, was die Meisten tun. Sie wissen nicht, was sie wollen. Dabei kann diese Frage einzig und allein von jedem selbst beantwortet werden. Dennoch wollen Viele möglichst nicht aus der Reihe tanzen, sich anpassen und das machen, was Alle tun. So sehr sind wir darauf getriggert, dass wir vergessen haben, uns einfach selbst zu fragen! Ich war es auch!

Yoga finde ich schon ganz lange toll, aber so richtig Spaß macht es mir erst, seitdem ich verstanden habe, worum es dabei für mich geht. Was ich verstanden habe ist: ich liebe die Rituale, Gesten und den Hauch Spiritualität, in den es mich augenblicklich versetzt, wenn ich auf der Matte bin. Es ist exklusive Zeit, die ich mit mir und für mich selbst verbringe. Zeit, die ich mir für mich nehme, um mich zu fragen, wie es mir denn heute so geht und was ich brauche. Weil es um MICH geht. Aber es braucht für mich dazu kein Dogma, keine Strenge und auch keinen Guru (Lehrer), den ich anbete.

Natürlich lerne ich gerne. Von inspirierenden Yogalehrern genauso, wie von jedem anderen Menschen. Aber ich verehre keinen Lehrer und nichts, was jemand anderer weitergibt, ist für mich zu hundertprozent stimmig. Denn was für mich passt und gut ist, das weiß nur ich selbst. Dabei glaube ich nicht, dass ich besser bin als Andere, ich denke aber: wir kochen alle nur mit Wasser. Also lasse ich mich inspirieren, nehme mir von dort und da, was ich brauche und kreiere meine eigene Yoga-Welt. Für meine eigene Praxis und meinen Unterricht. Würde jemand sagen: das ist aber nicht Yoga-Stil A und auch nicht Yoga-Stil B, dann würde ich sagen, genau! – denn sobald du damit beginnst, ist es DEIN Yoga-Stil.

Heute ist es mir wichtig, dass ich nichts mit- und nachmache, sondern die Dinge so erlebe, wie sie mir entsprechen und gut tun. Ich habe nicht immer so gedacht! Obwohl ich schon immer eine Revolluzerin war, hat sich meine Revolte im Nachhinein betrachtet oft gegen mich selbst gerichtet. Mit meiner kleinen, körperlichen Einschränkung ist es mir nicht möglich, jede Yoga-Asana zu üben, weil ich den rechten Arm nicht ganz nach oben strecken kann und ein Tumor die Beweglichkeit in meinem Schulterblatt einschränkt. Während meiner Ausbildung meinte ein Assistenz-Yogalehrer zu einem meiner Versuche in den Kopfstand zu kommen: „na, es muss ja nicht gleich Jeder Yogalehrer werden“.

Zu diesem Zeitpunkt war ich aufgrund der Überwindung meiner Krankheit schon so weit gekommen und fühlte mich dennoch augenblicklich als Versagerin. Als jemand, der etwas wollte, das unerreichbar ist. „Schuster bleib bei deinem Leisten“ und ähnliche Glaubenssätze aus meiner Kindheit gingen mir durch den Kopf. Es hat mich zwar nicht kleingekriegt, aber unglaublich verletzt und wieder die Kämpferin in mir geweckt – gesehnt hatte ich mich aber eigentlich danach angenommen zu werden, nach innerer Ruhe und Zufriedenheit.

Mein Wille war immer sehr stark und ich setzte mir also in den Kopf, dass ich meinen „Mangel“, mein „Handicap“ überwinden müsste. Den Kopfstand habe ich dann nicht innerhalb einer Yogalehrer-Ausbildung, sondern zuhause übend erlernt – mit aufgerollter Matte, zum Ausgleich meiner rechten, verkürzten Seite. Mit viel Disziplin, Konsequenz, Schweißausbrüchen und Tränen, hab ich es mit viel Kampf endlich geschafft: ich konnte den Kopfstand! Jedes Mal wenn ich aus der Position wieder herauskam, schmerzte mein gesamter Brustkorb und meine Schulter. Es war ein Gefühl, als hätte jemand versucht mein Herz heraus zu reißen. Stolz war ich schon, aber gleichzeitig vermisste ich etwas. Ich hatte mir mehr davon erwartet…

Zu dieser Zeit erlebte ich Yoga und mein ganzes Leben als Kampf und mit viel Druck. Immer wieder wurde ich an mein körperliches Limit erinnert, an das ich unweigerlich von Zeit zu Zeit stieß. Es bekümmerte mich und brachte mir Frust und Traurigkeit. Gleichzeitig bremste ich dadurch mein ganzes Leben ein. Diese Verbissenheit ist unglaublich oder? Schade, daß ich noch nicht so weit war, mir selbst zu sagen: fuck the headstand, ich bin und kann, verdammt nochmal, so Vieles mehr!

Was ich damals gebraucht hätte? Eine Person, die…

  • mich spüren lässt, dass ich bereits richtig bin.
  • mir sagt, dass mein starker Wille eine wunderbare Eigenschaft ist, dass es aber genauso wichtig ist, zu wissen, wann Akzeptanz angesagt ist.
  • mir klarmacht, dass ich mich nicht erst verbiegen muß, um dem Bild Yogalehrerin zu entsprechen.
  • mich da abholt, wo ich jetzt stehe, damit all das, was schon in mir ist, sich entfalten und an die Oberfläche kommen kann.
  • mich dazu motiviert, mein eigenes Wissen zu entdecken, meine eigene Meinung zu bilden und meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und auch danach zu handeln.
  • sagt, hey! Worauf kommt’s denn an? Auf Verbissenheit, darauf Etwas zu schaffen und zu leisten? Weil du nur dann wertvoll und gut genug bist?
  • Nein! Es darf anstrengend sein, aber immer schmerzfrei
    und es soll Freude machen, es darf Spaß machen, denn es ist DEIN Leben!

Später traf ich solche Wegbegleiter und dafür bin ich sehr dankbar: es hat alles, was ich seit meiner Kindheit schon wusste und wollte und dachte, wachgekitzelt!

Alles, was ich da erlebt habe, findet sich vielleicht
auch in deinem ganz normalen Leben und Alltag wieder.
Du quälst dich durch selbstauferlegten Druck, kämpfst dich durch scheinbar notwendige Erfahrungen, nur um am Ende zu merken,
dass es nicht mal ansatzweise das gebracht hat, was du erwartet hattest.

Egal ob Yoga oder dein Leben, es geht immer um DICH!

Es geht um dein Leben und wie du es gestalten möchtest
und es geht um dein Yoga und die Art, wie du es üben willst.
Frag immer wieder dich selbst, was du tun willst und wie du etwas brauchst.
Bestimme selbst wie du Yoga übst und dein Leben lebst,
lass dir nichts vorschreiben, lass dich nur inspirieren!

Und hab viel Freude & Spaß dabei!

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Ich gehe darauf ein, was du JETZT gerade WIRKLICH brauchst und unterstütze dich dabei, wie du das auch umsetzen und leben kannst. Wir bleiben zwischen deinen Terminen verbunden: über Videos, Audios & weitere, herrliche Inspirationen.

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Ich freue mich auf DICH!

Herzrebellische Grüße,
Unterschrift - Andrea Schmoll

Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
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