Du bist kein Engel, du darfst toben! Oder durchatmen.

Während meiner Yogalehrer-Ausbildungen war ich unter Anderem mit diesen Themen konfrontiert: gegenwärtig im Jetzt und Hier zu sein und achtsam zu handeln.

Meine beiden längeren Aufenthalte im indischen Ashram habe ich sehr genossen.

Es war ein zauberhafter Ort. Es gab köstliche Mahlzeiten und zwischendurch frische Früchte aus den Gärten am Gelände. Das sehr zeitige Aufstehen in dunkler Morgenfrische zu den Mediationen und Yoga-Stunden fiel mir bald nicht mehr schwer, denn ich musste danach ja keiner „Arbeit“ nachgehen. Auch untertags hatte ich Energie und Muße für zusätzliches Yoga-Üben auf der herrlichen Terrasse mit Blick über den gesamten Ashram.

Wenn mir danach war, nahm ich mir die Zeit, völlig abzutauchen. Dann schritt ich manchmal achtsam durch das wunderschön angelegte Labyrinth oder setzte mich einfach in Stille an einen Baum. Abends lauschte ich den Geräuschen der Nachttiere und staunte über das pralle Sternenzelt samt Milchstraße. Der Halbmond hing waagrecht am Himmel und es duftete nach all den Frangipani Blüten der Bäume rund um mein Häuschen.

Hier war es einfach, mir selbst und den Anderen Bewohnern gegenüber achtsam zu sein. Hier hatte ich die Muße bewusst zu handeln und mich gut um mich selbst zu kümmern. Hier und Jetzt mit allen Sinnen da zu sein, fiel mir leichter als anderswo.

Wir kennen das. Egal ob es sich um eine Auszeit im Ashram oder um ein Entspannungs-Wochenende in der Therme handelt. Wir genießen sehr und nehmen uns ganz fest vor, das eine oder andere mit in unser tägliches Leben zu nehmen. Kaum sind wir zuhause angelangt trifft uns der Alltag mit voller Wucht. Es scheint sogar fast so, als ob wir hier, zurück im „Leben“, besser klarkommen, wenn wir einfach wieder Vollgas geben und nicht so viel darüber nachdenken, wie es sich besser anfühlen könnte.

Aber was ist die Lösung? Zurückgezogen und fern ab vom „echten“ Leben wollen wir auf Dauer nicht sein. Wir wollen da sein, wo unsere Familien und Freunde sind, die Menschen, die unser Leben bereichern und kostbar machen. Immer „nur“ meditieren, chanten und Asanas üben, wäre zu langweilig. Wir brauchen unsere Welt und wollen unsere vielen Interessen pflegen und haben es auch gerne mal lebhaft und laut. Aber immer auf das nächste Wochenende und den nächsten Urlaub warten? So hast du dir das Leben nicht vorgestellt?

Also muss es möglich sein, Achtsamkeit und Bewusstsein in dein alltägliches, anspruchsvolles Leben zu holen. Mit einem Hauch Spiritualität und Zeit für dich selbst, die manchmal mehr, mal weniger ist, aber immer existiert.

Gerne stell‘ ich dir hier eine meiner Methoden für achtsame Gedanken im Alltag vor:

Wenn du Lust drauf hast, druck dir diese Zeilen aus und hänge sie als Erinnerungshilfe zu deinem Arbeitsplatz, in die Küche, oder aufs … 😉

In 7 Schritten zu mehr Gegenwärtigkeit & Achtsamkeit im Alltag

Wenn du dich gerade ärgerst, viel grübelst oder sehr gestresst fühlst, helfen zwei Dinge: loslassen und es dir leichter machen. Dazu mach‘ Folgendes:

1. Atme einmal gut durch. Ganz bewusst. Aus ganzem Herzen. Nicht nur so halb. Atme noch ein zweites Mal tief ein und halte die Atmung für eine Sekunde an. Ausatmen. Mit dieser simplen Übung unterbrichst du den Gedankenfluss. Denke jetzt: ich bin wichtig. Ich bin mir wichtig. Ich bin jetzt da. Ich atme. Und ich will jetzt klar entscheiden, was ich denke und wie ich mich fühle.

2. Jetzt beobachte deine Gedanken zu dem Thema das dich beschäftigt oder zu der allgemein stressigen Situation. Werde dir erst bewusst, ob diese Gedanken wirklich deine eigenen sind. Es ist interessant sich mal damit auseinander zu setzen, wo ein Gedanke seinen Ursprung hat. Oft sind es wiederkehrende, festgefahrene Muster, die häufig von Eltern, Großeltern, etc. ausgesprochen oder vorgelebt worden sind. Stresst mich tatsächlich diese Situation, oder denke ich, dass sie mich stresst – und der Gedanke daran, löst den Streß aus?

3. Stell‘ dir jetzt vor du hast einen Lautstärkeregler für die Stimmen in deinem Kopf. Dreh‘ alle Stimmen leiser, bis auf die eine, die freundlich zu dir ist und keine Bedingungen stellt – und nur die darf bleiben – denn das ist deine eigene Stimme!

4. Wenn es wirklich deine eigene Stimme ist, die sich ärgert und stresst, wenn die Situation wirklich etwas mit dir zu tun hat, dann überlege, was von diesen Gedanken dir im Augenblick wirklich dienlich ist. Mach dir klar, was du brauchst, um diesen ärgerlichen oder stressigen Moment gut zu meistern. Du möchtest nicht in dieser Emotion/Situation versinken und daran verzweifeln, du möchtest es dir leichter machen und damit klar kommen.

5. Erinnere dich daran, was JETZT wichtig ist. Lass‘ los, was nicht in deinem Ermessen liegt und beschließe, dich Schritt für Schritt um die Dinge zu kümmern, die du, diese Gedanken betreffend, tatsächlich selbst lösen kannst.

6. Wenn du sehr viel zu erledigen hast, erinnere dich daran, dass du besser voran kommst, wenn du eins nach dem Anderen tust UND wenn du auch an eins nach dem Anderen denkst! Die Gedanken zu den anderen Dingen, die noch zu erledigen sind, packst du mithilfe von Fantasie in eine schöne Schachtel oder stellst sie in die Warteschlange – du darfst kreativ sein! – denn JETZT kannst du immer nur eins machen und es macht’s nicht leichter, während dessen auch noch an zehn andere Dinge zu denken.

7. Atme noch einmal aus ganzem Herzen gut durch und lass‘ alles los, was du soeben als gar nicht dein’s erkannt hast, oder in die Warteschlange gestellt hast.

Wenn du dich danach klarer fühlst, kannst du die Situation neu betrachten und frei entscheiden, wie du denken und handeln willst. Wir sind Menschen, keine Engel. Manchmal muß auch schreien, fluchen, toben sein. Aber es fühlt sich deutlich besser an, wenn du nicht in der Emotion gefangen bist, sondern dich frei dazu entschließt, zu toben. Mach dir bewusst, dass du dich IMMER entscheiden kannst!

Viel Spaß beim Ausprobieren und Kreieren eigener Ideen für selbstbestimmtes Denken und mehr Achtsamkeit in deinem fantastischen Leben!

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Ich gehe darauf ein, was du JETZT gerade WIRKLICH brauchst und unterstütze dich dabei, wie du das auch umsetzen und leben kannst. Wir bleiben zwischen deinen Terminen verbunden: über Videos, Audios & weitere, herrliche Inspirationen.

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Ich freue mich auf DICH!

Herzrebellische Grüße,
Unterschrift - Andrea Schmoll

Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
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