Das Leben ist kein Drama

Aus meiner Kindheit hab‘ ich einen Spruch meines Großvaters im Ohr: „das Leben ist kurz und beschissen wie ein Kinderhemd“. Schon damals fand ich diese Worte ganz furchtbar. (Mein Großvater musste im Krieg Schreckliches erleben, hatte nie therapeutische Unterstützung in Anspruch genommen, wie es damals eben so war und konnte die Bilder in seinem Kopf nicht loswerden. Aber auch ohne Krieg, schaffen wir uns unsere Dramen, aus den verschiedensten Gründen.) Da sage ich lieber: „stimmt, das Leben ist kein Zuckerschlecken – aber es ist auch kein Drama!!!

Wir leben in einer Zeit, in der uns (zumindest in unserer westlichen Welt) vorgekaukelt wird, dass jeder alles haben kann und dass wir es „richtig“ machen, wenn wir leicht, fröhlich und bekleidet mit den neuesten Markensachen, durchs Leben springen. Wenn wir denken, dass so das optimale Leben aussieht, gibt es natürlich ganz oft und regelmäßig Angriffsfläche für ein Gefühl des Mangels, für Sorgen, etc.. Ganz schnell gelingt es uns so, vermeintliche Probleme zu wirklichen Dramen hoch zu schaukeln. Viele dieser „Dramen“ finden aber tatsächlich ausschließlich in unserem Kopf statt.

Als ich Anfang Zwanzig war, lebte ich bereits seit einigen Jahren in andauernder Krankheit. Frei gewählt, selbst gewünscht und manifestiert. Mein Alltag bestand aus Schmerzmedikation, Arztbesuchen, Krankenhaus-Aufenthalten und immer wieder neuen Versuchstherapien. Es war mein ganz persönliches Drama. Die Schmerzen waren nicht eingebildet, ich konnte meinen rechten Arm auch tatsächlich kaum heben und er war kraftlos und nutzlos. Aber ich zelebrierte diese Krankheit, dieses seltsame Leben abseits von dem was wir „normal“ nennen, mit Hingabe und „Leiden“-schaft.

Eines Tages war da erneut die Aussicht auf „Heilung“. Ein Wiener Arzt, ein damals sehr prominenter Orthopäde, interessierte sich für meinen „Fall“. Er schlug mir eine Operation vor: „Sie werden dadurch zwar zu einem Krüppel, aber Sie werden leben.“ Es war Oktober und er prophezeite mir, dass ich bis Weihnachten erstickt sein könnte oder im Rollstuhl sitzen würde. Das hörte sich nach verdammt wenig Zeit an. Vielleicht klingt es verrückt, aber heute bin ich diesem Arzt irgendwie auch dankbar. Seine Diagnose stellte sich im Nachhinein als falsch heraus und nicht auszudenken, wenn ich mich wirklich in seine Hände begeben hätte…

Aber: der Gedanke daran, daß ich demnächst sterben könnte, hat mich wachgerüttelt. Diese Zeit war wie eine Traumphase für mich, an die ich mich nur diffus erinnere. Ich weiß noch, dass ich alles sehr intensiv wahrgenommen habe. Etwas in mir hat sich geregt und mir wurde klar, dass ich wieder so richtig am Leben teilnehmen wollte. Was ich so interessant daran finde: die vielen Jahre des Leidens, der Schmerzen, des Verzichts – also diese lange Zeit, die ich im Drama war, konnten keine Veränderung herbeiführen. Erst als mir bewusst wurde, dass es mir „an den Kragen“ gehen könnte, konnte ich sehen, wie sehr ich in meinem Drama aufgegangen war und was ich mir selbst damit angetan hatte, mein Leiden über meine Bedürfnisse zu stellen. Es war mir möglich, durch dieses neue Bewusstsein aus meiner Opferrolle heraus und in ein gesundes Leben hinein zu wachsen.

Seitdem ist das Leben für mich kein Drama mehr. Manchmal ist etwas ärgerlich, traurig, mühsam oder schwer. Aber ich lasse es nicht zum Drama werden. Mein Beispiel ist extrem, aber denken wir mal an die kleinen Dramen unseres Alltags. Wir steigern uns in Themen hinein, halten an ärgerlichen und kummervollen Situationen fest und sind davon so vereinnahmt, dass wir keinen Blick für das Wesentliche haben. Keinen Blick für das, was wirklich ist. Das Wesentliche ist nicht, uns jeden Wunsch zu erfüllen und es endlich leicht zu haben.

Das Wesentliche ist, zu wissen, dass, auch wenn der Sturm tobt, du immer dich selbst hast. Das Wesentliche, das ist die Liebe, das bist du selbst und deine echten Herzenswünsche, die Dinge, die dir wirklich wichtig sind.

Wenn du merkst, dass du in Versuchung geräts in ein Drama abzutauchen, weil irgend etwas gerade ganz anders läuft, als in deiner Vorstellung für optimal befunden, atme erstmal tief durch. Dann frage dich: „ist das wirklich so“, „ist das tatsächlich so schlimm?“, „spricht da jetzt meine Stimme? oder ist es mein Ego, dass mir etwas einreden will?“ „was wird Schreckliches passieren, wenn…?“ So oder so ähnlich könnte dein innerer Dialog klingen, wenn du dein „Drama-Radar“ aktivierst. Oft geht es dann eigentlich darum, etwas loszulassen oder auch, etwas zu zulassen.

Immer geht es jedenfalls darum, mal für einen Moment ins Hier und Jetzt zu kommen – denn das Drama, das spielt sich selten dann ab, wenn du tatsächlich gerade in einer ernsten Situation steckst, weil dich die meist zum Handeln zwingt. Das Drama spielt sich vor allem in deinem Kopf ab – und dein Kopf, der gehört nur dir allein.

Was das alles jetzt schon wieder mit Yoga zu tun hat? Für mich sehr viel!

In einer Yogastunde, in der du Zeit mit dir selbst verbringst, findest du den optimalen Rahmen, um dich ganz diesen Themen zu widmen:

Du übst, wie es ist, wenn du selbst Meisterin deiner Gedanken bist und bestimmst, ob du Drama leben willst, oder ob du lieber denkst,
was dich weiterbringt und dir gut tut.

  • Durchatmen, ‚raus aus dem Kopf, aussteigen aus der Gedankenspirale
  • Durchatmen, ‚rein ins Fühlen und Spüren
  • die eigene Intuition pflegen, die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und auch danach handeln! (denn wir wissen ganz oft, was wir brauchen und handeln dennoch anders)
  • JETZT wirklich DA sein, in diesem Moment, atmen und spüren und aus ganzem Herzen das eigene Leben erleben!

Denn dein Leben ist kein Drama, es ist DEIN Leben! Ein Geschenk, einmalig und nur JETZT erlebbar! Werde aktiv und gestalte es mit, es liegt in deinem Ermessen!

Wähle hier DEIN Fantastic Yoga Life Project für Wohlfühl-Zeit mit dir selbst – es gibt 3 davon & sie kommen alle aus dem Herzen!

Ich gehe darauf ein, was du JETZT gerade WIRKLICH brauchst und unterstütze dich dabei, wie du das auch umsetzen und leben kannst. Wir bleiben zwischen deinen Terminen verbunden: über Videos, Audios & weitere, herrliche Inspirationen.

Du willst mich & meinen „Spirit of Yoga“ erstmal kennenlernen? Hol dir im
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Ich freue mich auf DICH!

Herzrebellische Grüße,
Unterschrift - Andrea Schmoll

Ich bin Andrea, Gründerin von Fantastic Yoga Life Project, Yoga-Lehrerin, Bloggerin und Herzrebellin. Ursprünglich Wienerin, lebe ich gemeinsam mit meiner Familie seit einigen Jahren etwas außerhalb, in einem kleinen, niederösterreichischen Dorf. Ich praktiziere seit vielen Jahren Yoga, Meditation, Gedankenzauber, sowie weibliche Rituale. Mein Spirit kommt aus ganzem Herzen, hingebungsvoll und frei von Dogmen.
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